Zyklusstörungen: Die Ausnahme der Regel

Was sind eigentlich Zyklusstörungen?

Mit Zyklusstörungen sind Unregelmäßigkeiten im Monatsrhythmus gemeint. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen:

  • zu starke oder zu schwache Blutungen
  • zu lange oder zu kurze Menstruation
  • zu früh oder zu spät einsetzende oder ganz ausbleibende Regel
  • ein verlängerter (mehr als 35 Tage) oder verkürzter (weniger als 25 Tage dauernder) Zyklus
  • schmerzende Blutungen, medizinisch Dysmenorrhoe genannt
  • Zwischen- oder Schmierblutungen.

Das Auftreten verschiedener körperlicher und psychischer Symptome, die typischerweise vor Beginn der Regelblutung auftreten, wird als eigenständiges Leiden und nicht als Zyklusstörung angesehen. Man spricht dann vom prämenstruellen Syndrom (kurz PMS).
Vor allem in jungen Jahren sowie kurz vor den Wechseljahren kann es aufgrund von Hormonschwankungen zu Zyklusstörungen kommen. So individuell die Beschwerden sind, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Besteht die Zyklusstörung beispielsweise aus Schmerzen während der Blutung, helfen meist Entspannungsmaßnahmen oder entsprechende Medikamente. Auch eine hormonelle Therapie kann bestimmte Unregelmäßigkeiten im Zyklus lindern.

Zyklusstörungen unter der Lupe

Die Uhr nach der Regel stellen? Eine immer pünktlich auf den Tag eintretende, immer gleich ablaufende Regelblutung hat kaum eine Frau. Vor allem der heutige Lebensstil mit Faktoren wie Stress, Zeitverschiebungen, Medikamenten, übermäßigem Sport oder Diäten, kann den Rhythmus durcheinanderbringen. Hormonschwankungen und damit verbundene Zyklusstörungen werden begünstigt. Bei vielen Frauen pendelt sich das Ganze von allein wieder ein. Also keine Panik, wenn es mit der Regel mal etwas länger dauert. Das Ausbleiben der Blutung bedeutet nicht automatisch, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Auch eine vorübergehende Zyklusstörung kann dahinter stecken. Im Zweifel macht ein Schwangerschaftstest oder eine Absprache mit dem Frauenarzt Sinn. Wenn Zyklusstörungen lange anhalten, ist ebenfalls ein Frauenarztbesuch ratsam. Der Experte sollte dann organische Ursachen ausschließen.

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